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Thibs & Rose: A Love Story in 3 Acts | NBA Messages

In dieser Ausgabe von NBA Messages diskutieren wir, ob Derrick Rose für die New York Knicks Sinn macht und welche potenziellen Gefahren seine Addition birgt.

 

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Die Love Story zwischen Derrick Rose und Tom Thibodeau geht in die dritte Runde. Rose und Teamkollege Taj Gibson sind die einzigen beiden aktiven Spieler, die unter demselben Head Coach für drei verschiedene Franchises aufliefen. Für Thibs und Rose dürfte die Freude über die Reunion kaum größer sein. Doch was bedeutet der Deal für die Knicks? Macht es für dieses junge Team überhaupt Sinn, den einstigen MVP zu integrieren?

In erster Linie ist diese Geschichte basketball-romantisch natürlich einfach nur schön. Knicks-Fans dürfte sie allerdings spalten: Ein Lager lässt Korken knallen und gibt sich voll und ganz dem Playoff-Hype hin. Das andere sieht den Move kritisch. Mehr Minuten für Rose bedeuten mitunter weniger Spielzeit für die jungen Guards. Allen voran Immanuel Quickley, dessen Entwicklungskurve in den letzten Wochen steil nach oben geht.

Klar wäre ein ernsthafter Playoff-Push der Knicks eine coole Sache. Endlich tritt das Team nicht mehr auf wie ein Haufen Clowns. Jahr für Jahr musste sich die Franchise anhören, dass ein Ausweg aus der Verliererrolle aussichtslos scheint. Jetzt gewinnen sie Spiele mit ihrer Defense und beißen sich im Rennen um die Play-in-Plätze fest. 

Bevor wir Kritik am Rose-Move äußern sollten wir alle einen Moment innehalten und New York diesen Erfolg einfach gönnen. Straight up. Zumal Rose bisher eine solide Rolle spielt, in Transition funktioniert und seine Mitspieler findet. Auch der Jumper fällt. Er könnte beim Unternehmen Playoffs tatsächlich eine Hilfe sein!

Wo ist also der Haken? Naja… der oben angesprochene Quickley entwickelt sich momentan gerade mit dem Ball in der Hand weiter. Leidet er nicht letztendlich darunter, wenn er mit Rose auf dem Feld steht und diesem nur zuschaut? Nicht unbedingt! IQ ist sicher die größte Überraschung des Draftjahrgangs und war bisher New Yorks beste Option auf Point Guard. Er ist in der Lage zu penetrieren, Fouls zu ziehen, den Rollman zu finden oder mit seinem patentierten Floater abzuschließen. Alles Dinge, die seine Teamkameraden nicht mitbringen und die Knicks enorm weiterbringen

 

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Seine Konkurrenz auf der Eins hieß jedoch bisher Elfrid Payton, Dennis Smith Jr., Frank Ntilikina und mit Abstrichen Austin Rivers. Quickley wurde mehr oder weniger in die Rolle des Spielmachers gezwungen. Und glänzte. In Kentucky wurde er fast ausschließlich als reiner Shooter eingesetzt. Die Addition von Rose könnte sein Spiel Off-The-Ball nun wieder aktivieren und ihm freiere Looks verschaffen.

Rose ist in erster Linier zwar immer noch ein Scorer, doch er scheint sich seiner Rolle als Veteran bewusst zu sein. Seine ersten Spiele nach dem Trade machen diesbezüglich in jedem Fall Hoffnung. Er spielt nicht statt, sondern mit Quickley und lässt dem Rookie den Raum, nach wie vor sein Ding zu machen. 

Sollten die Knicks in Folge tatsächlich einen Playoff-Push verwirklichen, könnten am Ende alle profitieren. Die jungen Spieler sammeln wertvolle Erfahrungen und die Franchise kann an ihrem Image als Verlierer arbeiten. Tom Thibodeaus Vorliebe für seine Veteranen könnten dieser Vorstellung jedoch einen Strich durch die Rechnung machen. Diese Gefahr besteht immer.

 


– It’s a Rose Garden –